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DRK Ortsverein Sinsheim-Reihen
Schallenbergweg 21
74889 Sinsheim

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Helfer vor Ort

In Reihen haben wir das "Helfer vor Ort"-System im Juni 2003 ins Leben gerufen. Es besteht momentan aus acht Helfern, von welchen jeder mit einem Funkmeldeempfänger und einem Notfallrucksack oder einer Notfalltasche ausgerüstet ist. Wir sind 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr in Bereitschaft und leisten im Schnitt ca. 50 Einsätze pro Jahr. Aufgrund der häufigen Einsätze und der positiven Resonanz der Reihener Bürger ist unser HvO-System mittlerweile sehr bekannt und akzeptiert. Unser Anspruch ist schlicht aber für die Hilfsbedürftigen enorm wichtig: Wir wollen rasche, qualifizierte Hilfe leisten und den Menschen in Notlagen schnell zur Seite stehen.

Warum ist ein HvO so wichtig?

Ein fikitves Beispiel: Sie kommen nach Hause und finden Ihren Vater im Sessel sitzend, er ist kaltschweißig, kreidebleich und hat starke Brustschmerzen. Angst kommt in Ihnen auf, Ihr Vater könnte einen Herzinfarkt haben. Sie greifen zum Telefon und wählen die 112. Aufgeregt schildern Sie der Rettungsleitstelle die Symptome, diese alarmiert den Notarzt und Rettungsdienst.
Da für den Standort Sinsheim nur ein Notarzteinsatzfahrzeug und ein bis zwei Rettungswagen vorgesehen sind, haben Sie Glück wenn diese nicht gerade in einem anderen Einsatz sind. Denn dann werden die nächsten freien Rettungskräfte aus Bammental, Wiesloch, Walldorf, Eppingen oder noch weiter entfernt alarmiert. Gehen wir von der besten Situation aus und die Rettungsmittel in Sinsheim sind frei, so brauchen diese dennnoch zehn Minuten bis sie bei Ihnen sind. In einem lebensbedrohlichen Notfall kann dies den Unterschied zwischen Lebens und Tod bedeuten.
Was Sie nicht wissen, ganz in Ihrer Nähe gehen gerade bei den Helfern vor Ort des DRK Reihen auch die "Piepser" los. Wir lassen alles stehen und liegen, schnappen uns unsere Notfallausrüstung und kommen Ihnen und Ihrem Vater zu Hilfe.
Bereits nach zwei Minuten klingelt es an Ihrer Haustür und ein Helfer vor Ort steht schwer bepackt vor Ihnen, vielleicht kennen Sie ihn sogar aus der Nachbarschaft oder vom Einkaufen. Während Sie die Situation schildern, gibt der Sanitäter Ihrem Vater schon Sauerstoff über eine Maske und fängt mit der Blutdruckmessung an. Schon kommt eine zweite Helferin durch die angelehnte Tür. Es werden zwei große Elektroden auf den Brustkorb Ihres Vaters geklebt. Sie dienen dazu, im Fall eines plötzlichen Herzversagens, einen Stromstoß abzugeben, der das Herz wieder starten könnte, ein Defibrillator. Der erfahrene Sanitäter legt einen venösen Zugang, seine Kollegin richtet eine passende Infusion. Routiniert und dennoch ruhig arbeiten die beiden zusammen.
Als nach zehn Minuten der Notarzt eintrifft wird noch ein EKG vom Herzen geschrieben und der Notarzt verabreicht Ihrem Vater Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen. Danach wird er in den Rettungswagen gebracht und ins Krankenhaus gefahren.
Die Helfer vor Ort bleiben noch kurz bei Ihnen, erklären Ihnen in welche Klinik er kommt und wie es nun weitergeht. Sie sind wegen der schnellen Unterstützung etwas ruhiger geworden und bedanken sich bei den beiden Sanitätern. Mit einem Lächeln und den Worten: "Dafür sind wir da, alles Gute" verabschieden sich die Helfer vor Ort des DRK Reihen!

Unser deutschlandweit bekanntes HvO-Video

Hier finden Sie unsere kleine, humorvolle Animation über den harten Alltag der Helfer vor Ort. Wir haben deutschlandweit durchweg positive Resonanz bekommen und hoffen auch Ihnen ein kleines Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Viel Spaß!

Flash ist Pflicht!

Ausstattung

Unsere Helfer vor Ort sind mit einem Notfallrucksack oder einer Notfalltasche ausgerüstet. Diese beinhalten unter anderem Beatmungsbeutel, Sauerstoffflasche, Pulsoxymeter, Blutdruck- und Blutzuckermessgerät, Larynxtuben, Absaugpumpen, Stiff Neck, Kältekompressen und diverse Verbandmittel und Schienen. Des Weiteren haben wir noch zwei AEDs im Einsatz (automatisierter externer Defibrillator) zur Behandlung lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen.

Kosten

Vorweg sei gesagt, ein HvO-Einsatz kostet den Patienten nichts. Leider übernehmen auch die Krankenkassen dies nicht. Somit tragen wir als Ortsverein die gesamten Kosten. Da ein HvO-System aufrecht zu halten durch Materialverbrauch, Neuanschaffungen und Modernisierungen, Schulungen der Helfer und Einsatzkleidung sehr kostenintensiv ist, sind wir auf Spenden angewiesen. Als Hauptsponsor unterstützt uns der Krankenpflegeverein Reihen enorm, ohne seine Geld- und Sachspenden wäre das HvO-System nicht auf dem jetzigen Niveau. Dafür wollen wir Dank aussprechen. Dennoch sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Wenn Sie spenden möchten, weil Sie von dem System begeistert sind oder es vielleicht sogar selbst schon einmal gebraucht haben, nehmen Sie mit uns Kontakt auf oder spenden Sie für uns direkt. Vielen Dank!