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DRK Ortsverein Sinsheim-Reihen
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Blutspende

Die Geschichte unserer Bluspendeaktionen

Blutspendeaktionen haben in unserem Ortsverein eine lange Tradition. Unser erster Termin fand am 18.12.1959 statt und begann mit 123 Spendern. Im Durchschnitt kommen ca. 130 - 140 Spender pro Termin, darunter ca. 15 Erstspender. Wenn man bedenkt, dass bei jeder Spende 0,5 l Blut entnommen werden, so sind dies bis jetzt allein in Reihen knapp 4000 Liter Blut.

Unser erstes Spenderlokal war die Alte Kelter, danach jahrzehntelang die Grundschule. Seit 2005 finden unsere Blutspendeaktionen in der Reihener Mehrzweckhalle statt.

Foto: Mehrzweckhalle in Reihen

Da der Bedarf an Blut stetig steigt, haben wir uns 2006 dazu entschlossen, eine zweite Blutspende pro Jahr ins Leben zu rufen. Passend dazu haben wir uns überlegt, wie wir gerade die jungen Leute zum Spenden bewegen können, denn (zumindest so dachten wir) dort findet die Blutspende nicht gerade den Anklang einer coolen Sache. Also haben wir uns überlegt ein Open-Air-Konzert zu veranstalten, mit Live-Band und toller Stimmung. Jeder der bei unserer August-Blutspende spendet, erhält eine Freikarte für das Konzert. Live 4 Life war geboren! Das war der Erfolg, der uns in all unseren Mühen bestätigt hat. Die Erstspenderzahlen haben sich in den Sommerspenden teilweise verdreifacht. Die Geschichte ist so erfolgreich, dass schon in der Rot-Kreuz-internen Zeitschrift darüber berichtet wurde und bereits andere Ortsvereine die Idee auch aufgegriffen haben.

Im Dezember 2012 haben wir ein dritte Blutspende unter dem Motto "Weihnachtsspende" in die Tat umgesetzt. Das Fest der Liebe sollte auch das Fest der Zwischenmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft sein. So kann man nun in Reihen an der Frühjahrs-, Sommer- und Winterspende in gewohnter Atmosphäre und bei gutem Essen sein Blut spenden.

Die große Angst vorm ersten Mal

Der häufigste Grund, warum Menschen nicht Blut spenden: Angst! Angst davor, während der Spende umzukippen. Angst vor der Nadel. Angst vor einer HIV-Infektion. Angst, da man sich gar nicht richtig vorstellen kann, wie so eine Blutspende abläuft.

Foto: Eine tapfere Blutspenderin bei der Blutentnahme

Gespannt und etwas ängstlich sind alle, die zum ersten Mal zu uns kommen. Doch das ist ja auch der Reiz des Neuen. Wer sich dem nicht stellt, erlebt wenig Abwechslung. Wer also offen ist für neue Erfahrungen, spendet Blut. Erst danach kann man wirklich mitreden und man wird merken, dass das alles garnicht so schlimm ist und auch absolut sicher. Und etwas Gutes für einen anderen Menschen hat man auch getan. Jeder Blutspender ist schließlich auch ein Lebensretter!

Wie läuft so eine Blutspende eigentlich ab?!

1. Registrierung

Bei der Anmeldung zur Blutspende erhält jeder Spender ein Spenderformular, auf dem seine persönlichen Daten festgehalten werden. Zur Aufnahme dieser Daten muss jeder Spender seinen Personalausweis, Führerschein oder Reisepass vorzeigen.

2. Fragebogen

Vor jeder Blutspende muss zunächst ein Informationsblatt ausgefüllt werden. Denn nur wer gesund ist, darf Blut spenden. Das ist sowohl für den Spender als auch für den Empfänger wichtig.

3. Vertraulicher Selbstausschluss

Vor der Blutspende hat der Spender die Möglichkeit seine Spende durch den vertraulichen Selbstausschluss diskret und anonym von der Verwendbarkeit auszuschließen. Somit steht das Blut zwar nicht mehr für eine Bluttransfusion zur Verfügung, es kann jedoch noch zu Forschungszwecken verwendet werden. Eine Untersuchung der geleisteten Blutspende auf Krankheiten erfolgt aber in jedem Fall.

4. Ärztliche Untersuchung

Bei der ärztlichen Untersuchung werden die derzeitigen Temperatur- und Blutdruckwerte festgestellt. Der Arzt bespricht notwendige Fragen und entscheidet über die aktuelle Spendefähigkeit

5. Pieks

Als nächstes wird der Hämoglobinwert bestimmt. Dies ist wichtig um eine mögliche Blutarmut auszuschließen und den Spender nicht mit der Blutspende zu gefährden. Dazu reicht ein winziger Bluttropfen aus dem Ohrläppchen oder dem Finger aus.

6. Blutspende

Bei der Blutspende werden jedem Spender ca. 500 ml Blut entnommen. Dabei liegt der Spender ganz entspannt auf einer Entnahmeliege. Gleichzeitig werden drei Untersuchungsröhrchen für die blutgruppenserologischen und klinisch-chemischen Untersuchungen abgefüllt. Und schon nach 5 bis 10 Minuten ist die eigentliche Blutentnahme beendet.
Beim DRK-Blutspendedienst wird immer steriles Einwegmaterial verwendet, somit ist eine Infektion beim Blutspenden ausgeschlossen. Erstspender bekommen ihren Blutspender-Pass innerhalb von 4-5 Wochen zugesendet.

7. Imbiss

Nach einer kurzen Ruhepause geht es dann weiter zum Imbiss. Hier wird jeder Spender durch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer betreut und umsorgt. Es gibt kostenlos eine warme Mahlzeit, sowie ein Kuchenbuffet, dazu Kaffee, Tee und Kaltgetränke. Danach kann der Spender ausgeruht, gestärkt und mit dem guten Gefühl ein Lebensretter zu sein nach Hause gehen.